Wer kennt es nicht: Abends möchte man dem Kind noch etwas vorlesen, doch der Akku des Leselichts ist schon wieder leer. Nachts stolpert man im Dunklen über Lego im Gang, weil der Lichtschalter im dunklen nicht findet. Beim Wickeln, Füttern oder beim nächtlichen Gang ins Bad ist das Licht entweder viel zu grell – oder man muss jedes Mal aufstehen, um es ein- oder auszuschalten, oft sogar mit Baby am Arm.
Genau aus diesen alltäglichen Situationen heraus haben wir bei uns ein IKEA Smart Home installiert. Dabei haben wir Lichter, Bewegungsmelder und Fernbedienungen auf Basis des neuen Matter-Standards getestet. In Zukunft möchten wir unsere Beleuchtung zusätzlich per Sprachbefehl steuern. In diesem Beitrag teilen wir unsere bisherigen Erfahrungen – und werden ihn laufend erweitern.
Übersicht
Hier seht ihr den Grundriss unserer Wohnung:

Diese verbauten Smart-Home-Produkte von IKEA sind mit Matter kompatibel:

Bewegungsmelder im Vorzimmer
Im Vorzimmer haben wir zwei MYGGSPRAY Bewegungsmelder installiert, die jeweils KAJPLATS Glühbirnen ansteuern (E27 mit 1521 lm bzw. E14 mit 470 lm).





Über die App haben wir festgelegt, dass das Licht nachts stark gedimmt und wärmer leuchtet, während es tagsüber heller und mit kühlerem Weißlicht eingeschaltet wird.

So können wir unsere Wege auch im Halbschlaf sicher erledigen, ohne zu stolpern. Gleichzeitig schaltet sich das Licht automatisch aus, sobald keine Bewegung mehr erkannt wird – das spart Energie und sorgt für Ruhe.
WC
In der Toilette haben wir ebenfalls einen Bewegungsmelder sowie eine KAJPLATS Glühbirne installiert (E27, 470 lm – vollkommen ausreichend). Auch hier ist das Licht an den Tag-Nacht-Rhythmus angepasst.
Bad
Im Bad ist das Setup ähnlich. Zusätzlich haben wir hier eine BILRESA Fernbedienung mit Dualschalter angebracht, mit der sich das Licht bei Bedarf auch tagsüber manuell einschalten lässt. Der Cooldown des Bewegungsmelders ist bewusst länger eingestellt, sodass man sich nicht ständig bewegen muss, um das Licht aktiv zu halten.
Kinderzimmer
Im Kinderzimmer nutzen wir eine Stehlampe mit einer KAJPLATS Glühbirne (1055 lm). Meist steuern wir das Licht über eine BILRESA Fernbedienung mit Dualschalter direkt vom Bett aus – zum Ein- und Ausschalten oder zum Dimmen. Da es sich um ein niedriges Montessori-Bett handelt, ersparen wir uns so das ständige Aufstehen.

Es ist die einzige Glühbirne in unserer Wohnung, die nicht nur das Weißspektrum unterstützt, sondern auch Farbwechsel erlaubt – was wir im Kinderzimmer besonders passend finden.
Zusätzlich haben wir eine weitere BILRESA Fernbedienung mit Scrollrad installiert. Dank Magnethalterung ist sie abnehmbar und direkt neben den Lichtschaltern an der Tür befestigt. Damit können wir bequem dimmen und zwischen Stehlampe und Deckenleuchte wechseln.


Schlafzimmer
In unserem Schlafzimmer befinden sich sowohl das Babybett als auch der Wickeltisch.

Über dem Sofa haben wir eine klare KAJPLATS Glühbirne installiert (E27, 806 lm), die wir bequem vom Bett aus mit einer BILRESA Fernbedienung mit Dualschalter steuern können.

Neben den Lichtschaltern an der Tür befindet sich außerdem eine BILRESA Fernbedienung mit Scrollrad. Über sie steuern wir sowohl die Sofalampe als auch drei Spots über dem Bett und dem Wickeltisch (KAJPLATS GU10, 575 lm).

Die Fernbedienungen sind für uns ein echter Gamechanger: Gerade nachts beim Füttern können wir das Licht sehr schwach und warm einstellen und direkt vom Bett aus steuern – ein großer Vorteil, um Schlafmangel zumindest ein wenig abzufedern.

Schaltzentrale und Sprachsteuerung
Aus Gründen der Einfachheit – und auch aus Kostengründen – haben wir uns für den DIRIGERA Hub als zentrale Steuerung unseres Smart Homes entschieden.

Sobald Google Gemini von den Google-Lautsprechern unterstützt wird, planen wir zusätzlich die Anschaffung eines Google Home Speakers für die Sprachsteuerung. So könnten wir künftig auch mündliche Anfragen an die KI stellen – etwa zu Kochrezepten, was bestimmt sehr lustig für die Kinder wird.

Fazit
Abschließend möchte ich kurz zusammenfassen, was uns am IKEA Smart Home mit den neuen Matter-kompatiblen Geräten besonders gut gefallen hat – und wo wir noch Verbesserungspotenzial sehen.
Positiv:
- Bestehende Lichtschalter konnten beibehalten werden
- Vergleichsweise niedriger Preis
- Fernbedienungen und Sensoren nutzen handelsübliche AAA-Batterien
- Schnelle und unkomplizierte Installation

Negativ:
- Fernbedienungen sind etwas umständlich zu öffnen (man hat Angst, das Plastik zu beschädigen)
- Der MYGGSPRAY Bewegungsmelder besitzt keinen integrierten Lichtsensor
- MYGGSPRAY reagiert etwas verzögert
- Das Scrollrad der BILRESA Fernbedienung ist etwas rutschig (die Dualschalter finden wir besser, lassen aber kein umschalten der Lichtgruppe zu)
- BILRESA Fernbedienungen haben eine leichte Verzögerung – das Licht reagiert nicht ganz so direkt wie bei einem klassischen Lichtschalter, was die Bedienung nicht so intuitiv macht


Tür- und Fenstersensoren können ebenfalls sinnvoll sein. Da unsere Fenster jedoch versperrt sind, war das für uns kein prioritäres Thema. Wir nutzen Rollos, um die Räume zum Schlafen vollständig abzudunkeln – gerade mit Kindern besonders wichtig. Leider lassen sich diese aktuell nur manuell bedienen und sind daher nicht ins Smart Home integrierbar.
Was ist eure Meinung zu den neuen Matter-kompatiblen Smart-Home-Geräten von IKEA – oder zu Smart Homes generell? Sind sie für euch auch so ein Gamechanger wie für uns? Für uns erleichtern sie den Alltag spürbar. Beschreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare!

Schreibe einen Kommentar