Wer billig kauft, kauft zweimal. Für unsere Reisen hatten wir anfangs einen günstigen Kinderwagen von Amazon – einen Lionelo. Doch schon nach wenigen Einsätzen war die Bremse defekt, und der Gurt ließ sich nie richtig festziehen bzw. lockerte sich ständig von selbst. Statt erneut einen „Wegwerfkinderwagen“ zu kaufen, entschieden wir uns diesmal ganz bewusst für einen Markenbuggy: den Bugaboo Butterfly in der neuen, deutlich verbesserten Version 2.
Vorteile des Butterfly 2
Liegeposition
Ein großer Pluspunkt der neuen Version – und bei Reisekinderwägen eher selten – ist die echte Liegeposition.

Für Neugeborene empfiehlt sich das Babynest als Zubehör. Wir haben unser Baby jedoch auch schon ohne Babynest im Kinderwagen schlafen lassen (natürlich nur unter Aufsicht).
Die US-Version unterstützt übrigens aufgrund strengerer Sicherheitsbestimmungen keine komplett flache Liegeposition.
Die Fußstütze lässt sich nun bequem mit nur einer Hand verstellen.
Sonnenverdeck
Ein klarer Vorteil gegenüber vielen günstigen Reisekinderwägen: Das Sonnenverdeck lässt sich nahezu vollständig schließen.

Auf der Rückseite befindet sich ein Hebel, mit dem sich das Verdeck besonders komfortabel einstellen lässt:

Neu hinzugekommen ist außerdem ein kleines Sichtfenster oben im Verdeck:

Bremse
Der neue Bremsmechanismus ist deutlich robuster und löst sich nicht mehr unbeabsichtigt – selbst auf glatten Böden.
Bei unserem alten Reisekinderwagen war die Bremse auf Höhe der Radachse angebracht und wurde beim Gehen ständig versehentlich aktiviert:

Beim Butterfly 2 ist die Bremse höher und mittig positioniert:

Federung und Stabilität
Die etwas größeren Räder und die gute Federung sorgen für hohen Fahrkomfort. Unebenheiten werden spürbar besser abgefedert – besonders auf Kopfsteinpflaster.
Dadurch fährt der Kinderwagen insgesamt sehr stabil, auch in Kurven, und kippt kaum.
Material
Die Polsterung wurde verbessert und das Material wirkt insgesamt hochwertiger. Der Sitz ist dicker gepolstert, sodass Kinder spürbar bequemer sitzen.

Sicherheitsgurt
Der Fünfpunktgurt lässt sich nun leicht verstellen und hält zuverlässig – kein ständiges Nachziehen mehr wie bei unserem alten Billigkinderwagen.

Stauraum
Der Stauraum unter dem Kinderwagen ist für einen Reisebuggy absolut ausreichend. Zusätzlich gibt es eine kleine Eingriffstasche am Sitz:

Wir nutzen außerdem gerne den Bereich oben hinter dem Sitz:

Dieser ist allerdings nicht nutzbar, wenn sich der Sitz in Liegeposition befindet.
Falten
Der Faltmechanismus funktioniert tatsächlich mit nur einer Hand – ideal, wenn man das Kind auf dem Arm hat:

Der Butterfly 2 ist nicht ganz so kompakt wie manche Ultraleicht-Reisebuggys – diese gehen dafür oft mit anderen Kompromissen einher (keine echte Liegeposition oder kleineres Sonnenverdeck).
Für Flugreisen verwenden wir eine IKEA DIMPA Tasche, in die der Kinderwagen inklusive Zubehör problemlos passt:

Zubehör
Regenabdeckung
Es gibt eine neue Regenabdeckung für den Butterfly 2, die sehr gut passt und bei liegendem Kind hinten weit nach unten reicht:

Winterfußsack
Der Bugaboo Winterfußsack passt hervorragend auch auf den Butterfly 2:

Babyschale
Wir nutzen den Butterfly 2 auch mit der Maxi-Cosi Pebble 360 Pro² Babyschale, da sich diese in eine nahezu flache Position bringen lässt.
Die Babyschale wird mit speziellen Adaptern am Kinderwagen befestigt.
Im Auto kann die Babyschale entweder mit dem Sicherheitsgurt oder mit einer passenden Basisstation befestigt werden.
Leider kann man bei Verwendung der Babyschale nicht nur das Gestell des Kinderwagens nutzen. Das ist aber verschmerzbar, da sich das Sonnenverdeck weiterhin verwenden lässt, um das Baby rundum vor Sonne zu schützen.
Ist die Babyschale montiert, kann außerdem kein größeres Kind mitfahren. Wer regelmäßig zwei Kinder transportieren möchte, sollte eher zu einem normalen Kinderwagen greifen.
Fazit
Bugaboo hat beim Butterfly 2 viele Details sinnvoll überarbeitet – und das merkt man im Alltag. Der Bugaboo Butterfly 2 ist ein echter Reisebuggy ohne große Kompromisse: leicht, durchdacht und stabil.

Nach mehreren Wochen im Einsatz möchten wir nicht mehr zu günstigen Modellen zurück. Alles wirkt wertig, nichts klappert – und vor allem: Der Gurt bleibt, wo er soll, und die Bremse lässt uns nicht im Stich.
Was uns weniger gut gefallen hat:
- Griffhöhe nicht verstellbar: Für sehr große Eltern könnte das Schieben auf Dauer etwas unbequem sein – bei Reisebuggys jedoch üblich.
- Gewicht und Packmaß: kein absolutes Leichtgewicht
- Preis: Mit rund 450–500 € kein Schnäppchen, aber die Qualität rechtfertigt den Preis.
- Zubehör extra: Sicherheitsbügel, Regenabdeckung und Getränkehalter müssen separat gekauft werden.
Ja, der Preis ist hoch. Aber wer oft reist oder den Buggy regelmäßig nutzt, wird die Qualität und Alltagstauglichkeit schnell schätzen lernen. Für uns gilt: Lieber einmal richtig investieren – und dafür entspannter unterwegs sein.
Was ist eure Meinung? Schreibt sie gerne in die Kommentare!

